Arbeitgeber müssen allen Mitarbeitenden im Betrieb mindestens zwei Corona-Schnelltests pro Woche anbieten. Diese wiederum sind nun verpflichtet, Homeoffice-Angebote anzunehmen, sofern dem keine Gründe entgegenstehen.

Die Erhöhung der betrieblichen Testangebote sind Teil der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung, die Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) in der vergangenen Woche noch einmal nachgeschärft hat. Konkret werden Arbeitgeber damit verpflichtet, allen Mitarbeitenden in ihren Betrieben, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, grundsätzlich mindestens zweimal pro Woche Corona-Selbst- oder Schnelltests anzubieten.

Darüber hinaus wurden die Regelungen zum Homeoffice in der Arbeitsschutzverordnung gestrichen und stattdessen ins Infektionsschutzgesetz aufgenommen. Neu ist hier, dass Arbeitnehmer verpflichtet werden, das Angebot von Homeoffice anzunehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen. Dies kann beispielsweise die Störung durch Dritte oder ein fehlender adäquater Arbeitsplatz sein.

„Wir befinden uns mitten in der dritten Welle und müssen uns mit ganzer Kraft gegen das Virus stemmen“, sagte Heil zur Begründung der neuen Regelungen. Er verspricht sich davon, dass Infektionen noch besser entdeckt, Ansteckungen vermieden und Betriebsschließungen verhindert werden können.

Die neue Arbeitsschutzverordnung im Wortlaut ist auf der Website des Bundesarbeitsministeriums abrufbar.

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