Cloud Computing ist zu einem Standard geworden: 82 Prozent der Unternehmen nutzen es mittlerweile. 2025 soll im Schnitt die Hälfte aller Anwendungen aus der Cloud kommen.

Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter 556 Unternehmen des Digitalverbands Bitkom und der Beratung KPMG hervor. Im Corona-Jahr 2020 hat die Cloud demnach noch einmal an Schwung gewonnen: 2019 waren es erst 76 Prozent, die Rechenleistung aus der Wolke beanspruchten. Weitere 15 Prozent diskutieren den Cloud-Einsatz aktuell oder haben ihn geplant. Für lediglich drei Prozent der Befragten ist er nach wie vor kein Thema.

Die Gründe für die Nutzung von Cloud Computing sind vielfältig. 88 Prozent sehen darin einen großen Beitrag zur Digitalisierung des Unternehmens insgesamt, 80 Prozent für die Digitalisierung interner Prozesse. Zudem glaubt fast die Hälfte der Unternehmen, dass Cloud Computing einen großen Beitrag für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle leistet.

Bei der Auswahl der Anbieter stehen vor allem die Leistungsfähigkeit und die Stabilität der Systeme im Fokus. Auch das Vertrauen in die Sicherheit und Compliance des Cloud-Providers ist für die Mehrheit besonders wichtig. 75 Prozent achten außerdem darauf, dass die Rechenzentren im Rechtsgebiet der EU stehen. „Mit deutlichem Abstand dahinter folgen Kriterien, die jeweils für rund die Hälfte der Unternehmen wichtig sind: Unabhängigkeit beziehungsweise Offenheit des Cloud-Providers, die Innovationskraft der digitalen Werkzeuge aus der Cloud und die Interoperabilität der Lösungen verschiedener Anbieter“, heißt es beim Bitkom.

Das weitere Cloud-Wachstum wird allerdings durch einige Bremsklötze verlangsamt. Bei Public Cloud-Lösungen beispielsweise – also solchen, die für jedermann zugänglich sind –, sorgen sich viele vor einem unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten. Auch Unklarheiten hinsichtlich der Rechtslage sind ein Grund für Zurückhaltung. Darüber hinaus sprechen für viele Unternehmen rechtliche und regulatorische Bedingungen gegen einen Cloud-Einsatz. Die Nutzung der Public Cloud erfordere eine gute Planung und ein entsprechendes Sicherheitskonzept, kommentiert Peter Heidkamp von KPMG das Ergebnis.

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