Die Coronakrise führt in vielen Branchen zu einem Stellenabbau. Während Massenentlassungen für die Betroffenen schlimm genug sind, stehen Unternehmen auch vor der Herausforderung, die Motivation der Verbliebenen zu sichern und ihnen Ängste zu nehmen, dass es sie auch noch erwischen könnte. Die Beratung Korn Ferry beschreibt Ansätze zum Umgang mit dieser schwierigen Situation.

Die Coronakrise führt in vielen Branchen zu einem Stellenabbau. Während Massenentlassungen für die Betroffenen schlimm genug sind, stehen Unternehmen auch vor der Herausforderung, die Motivation der Verbliebenen zu sichern und ihnen Ängste zu nehmen, dass es sie auch noch erwischen könnte. Die Beratung Korn Ferry beschreibt Ansätze zum Umgang mit dieser schwierigen Situation.

Kündigungen haben langfristige Effekte, die die gesamte Belegschaft betreffen, erklärt Thomas Faltin von Korn Ferry. Wer insbesondere in Krisenzeiten den Job verliere, dem drohten Einkommenseinbußen von bis zu 20 Prozent über die nächsten zwei Dekaden. „Dieser Stress wirkt sich auch unmittelbar auf die im Unternehmen Verbliebenen aus, die oft nicht nur Kolleginnen und Kollegen, sondern Freundinnen und Freunde waren und sind.“ Studien zufolge können Massenentlassungen in Unternehmen die Job-Zufriedenheit der Verbliebenen um mehr als 40 Prozent verringern.

Arbeitgeber können gegensteuern: So gelte es, im Trennungsprozess eindeutig klarzustellen, dass die Verantwortung beim Unternehmen und nicht beim Betroffenen liegt. Dadurch würden Schuldgefühle so gering wie möglich gehalten werden. Zudem sollten die Gekündigten mit entsprechenden Fristen, Regelungen und Abfindungen unterstützt werden.

Das wirke auch auf diejenigen, die nicht betroffen sind. Sie würden häufig befürchten, später vielleicht ebenfalls gekündigt zu werden. Dabei erwarteten sie einen ähnlichen Umgang wie die bereits Gekündigten. „Wer da das Gefühl bekommt, es geht fair zu und mit dem Ausspruch der Kündigung ist man nicht nur noch eine Nummer zur Abwicklung, der kann trotz eines ersten Schocks sowohl emotional als auch kognitiv mit den getroffenen Maßnahmen umgehen“, sagt Faltin.

Ratsam sei zudem ein intensiver Dialog und vielfach auch ein Coaching für die Mitarbeiter, die selbst nicht betroffen sind. Fressen sie ihre Sorgen und Ängste in sich hinein, leidet die Produktivität. Unternehmen sollten Angebote wie Dialog, Coaching, Beratungsgespräche oder psychische Unterstützung stets selbst proaktiv anbieten. Hilfreich sei darüber hinaus ein wertschätzender Umgang mit der Arbeit jener, die nun nicht mehr mit an Bord sind.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

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