Eine klare Haltung, ein respektvoller Umgang und eine Online-Präsenz – Ausbildungsbetriebe, die das nicht bieten können, werden von den meisten Schülerinnen und Schülern heutzutage links liegengelassen. Auch starre Hierarchien sind ihnen ein Graus.

Das geht aus der repräsentativen „Startklar“-Schülerstudie des Portals ausbildung.de und des Marktforschungsinstituts Potentialpark mit rund 1.300 Teilnehmenden hervor. Sie verdeutliche vor allem den Bruch mit hierarchischen Strukturen, schreiben die Autoren: So würden 78 Prozent der Schülerinnen und Schüler einem Unternehmen absagen, wenn es keinen respektvollen Umgang im Unternehmen gibt.

Auch Themen wie Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit und Engagement abseits des beruflichen Kontexts stehen bei ihnen hoch im Kurs. Für 44 Prozent der Studienteilnehmenden käme kein Ausbildungsbetrieb infrage, der nicht die gleichen Werte vertritt wie sie selbst. Für weitere 37 Prozent ist fehlendes soziales Engagement ein Showstopper. Zur Wahrheit zählt aber auch: Für 44 Prozent ist die Ausbildungsvergütung der größte Anreiz für eine Ausbildung. Allerdings kommunizieren 72 Prozent der Unternehmen die Gehaltsangaben nicht oder nur unzureichend in ihren Stellenanzeigen.

Mit einem Drittel überraschend hoch ist die Quote der Ausbildungsbetriebe, die keinen Onlineauftritt haben. Dabei suchen 96 Prozent der Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung im Internet. Dazu nutzen sie vorrangig Google und die Karriereseiten der Unternehmen sowie Ausbildungsplattformen. „Aber auch Social-Media-Kanäle, insbesondere Instagram und YouTube, werden in der Informationsbeschaffung immer wichtiger“, heißt es in der Studie weiter.

Verbesserungsbedarf gibt es insbesondere bei mobilen Inhalten: Die Mehrheit der Befragten nutzt ausschließlich das Handy, um Informationen zur Ausbildungssuche zu erhalten. Eine Vielzahl an Unternehmen hat ihre Inhalte sowie die Bewerbungssysteme aber noch nicht für Mobilgeräte optimiert.

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