Viele digitale Einstellungsprozesse, die zunächst aus der Corona-Not geboren wurden, haben sich mittlerweile in den Unternehmen verstetigt. Das zeigt eine aktuelle Arbeitsmarktstudie von Robert Half.

Insgesamt hat die Beratung 300 CFOs, CIOs und Personalverantwortliche in Deutschland befragt. Danach möchten 31 Prozent der Befragten ihre Einstellungsprozesse künftig verkürzen – zum Beispiel durch weniger Bewerbungsrunden oder Gesprächspartner. 34 Prozent wollen beim Onboarding stärker auf digitale Kommunikationstools zurückgreifen. Wenngleich einige Maßnahmen nicht mehr so intensiv genutzt werden wie zu Beginn der Pandemie, haben sie sich doch vielerorts als fester Bestandteil der Recruiting-Strategie etabliert.

So möchte darüber hinaus jeder dritte Arbeitgeber künftig komplette Remote-Jobs ausschreiben. Damit kommt man qualifizierten Talenten buchstäblich entgegen: Es ermöglicht ihnen nicht nur eine bessere Work-Life-Balance. Die Unternehmen werden so auch für Kandidatinnen und Kandidaten attraktiver, die nicht in der Nähe wohnen oder für den Job nicht umziehen möchten. Entsprechend plant jede dritte Firma auch, die geografische Suche nach neuen Mitarbeitenden auszuweiten, um den Kandidaten-Pool zu vergrößern.

„Die Personalverantwortlichen haben im vergangenen Jahr ausreichend Erfahrungen gesammelt und die Vor- und Nachteile von alternativen Einstellungs- und Onboarding-Prozessen jeweils individuell abgewogen“, kommentiert Emine Yilmaz, Vice President Personalvermittlung bei Robert Half, die Ergebnisse. Die Tendenz zeige, dass Unternehmen langsam wieder zur Normalität zurückkehren – und bewährte Prozesse mit neuen Möglichkeiten durch die Digitalisierung kombiniert und genutzt werden.

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