Stellenanforderungen sind Bestandteil jedes Jobinserats. Sie sollten nicht nur als notwendige Pflicht betrachtet werden: Wer sie geschickt formuliert und einsetzt, kann damit den ersten Schritt zu einer erfolgreichen Stellenbesetzung machen.

Der HR-Dienstleister Intercessio hat eine Vielzahl an Tipps dazu gesammelt. „Stellenanforderungen sind für alle in der Personalgewinnung ein hilfreiches Vorauswahltool“, erklärt Gründerin Barbara Braehmer. Sind sie gut gestaltet, würden sie den Zeitaufwand für die Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten minimieren und die Qualität und Relevanz des Bewerberpools verbessern. Den Bewerbenden wiederum helfen sie, ihre Eignung für die Position zu beurteilen.

Eine Aufzählung der Arbeitsanforderungen ist keine Wunschliste, betont Braehmer. Vielmehr seien es Eigenschaften, die die Kandidatinnen und Kandidaten akzeptieren können. Wer etwa einen Mitarbeitenden mit fünf Jahren Praxiserfahrung sucht, aber auch mit drei Jahre leben kann, solle dies entsprechend benennen. Andernfalls schließe man gute und qualifizierte Bewerbende mit drei oder vier Jahren Berufserfahrung von vornherein aus.

Als Bestandteile, die in eine gute Stellenanforderung einfließen sollten, nennt sie Hard sowie Soft Skills, Berufserfahrung, Ausbildungen oder gleichwertige Erfahrungen sowie Zertifizierungen, Lizenzen oder Nachweise. Diese seien vor allem im Gesundheitswesen und sicherheitsrelevanten Jobs verbreitet. Wer seinen Talentpool erweitern will, könne aber auch Ausbildungen, Trainings oder Schulungen anstelle eines erwarteten Abschlusses anbieten.

Reisebereitschaft, Sprachkenntnisse, körperliche Fähigkeiten, Arbeitsort sowie die Arbeitszeit beziehungsweise erweiterte Zeitfenster sollten ebenfalls Bestandteil der Anforderungen sein. Geraten wird, konkret zu erklären, welche (Kern-)Arbeitszeit vorausgesetzt wird und ob sowie wann voraussichtlich über die normalen Arbeitszeiten hinaus oder sogar abends gearbeitet werden muss: „Verlängerte Arbeitswochen sind ein direkter Konflikt mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, den einige Bewerberinnen und Bewerber nicht akzeptieren werden.“

Weitere Informationen wie eine Checkliste sowie Beispiele sind auf der Website von Intercessio abrufbar.

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