Von wegen die Stellenanzeige ist tot. Bei der Ausschreibung offener Stellen ist sie in Online und Print immer noch das mit Abstand dominanteste Instrument. Active Sourcing hat sich dagegen noch nicht flächendeckend durchgesetzt. Gleiches gilt für Diversity-Strategien in Unternehmen.

Das geht aus einer aktuellen Befragung von Randstad und dem ifo-Institut hervor, an der regelmäßig bis zu 1.000 Personalleiterinnen und -leiter teilnehmen. 84 Prozent von ihnen rechnen der Stellenanzeige eine mittlere bis hohe Bedeutung zu. Mit einigem Abstand folgen die Arbeitsagentur mit 44 Prozent und interne Stellenausschreibungen mit 40 Prozent. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen nutzt den internen Weg gar nicht.

Active Sourcing, die aktive Suche und Ansprache von potentiellen Kandidatinnen und Kandidaten, hat nur für 38 Prozent eine hohe oder mittlere Bedeutung. 35 Prozent wenden das Instrument nicht an. Wer es tut, legt meist ein besonderes Augenmerk auf das Netzwerk von Mitarbeitenden und ihre Empfehlungen. Social Media-Kanäle wie Facebook, Tiktok oder Instagram liegen weit dahinter, ebenso Karriereplattformen wie Xing oder Linkedin. Karrieremessen belegten den letzten Platz. Die Autoren vermuten jedoch die Kontaktbeschränkungen der vergangenen zwei Jahre als einen Hauptgrund hierfür.

Ein etwas überraschendes Ergebnis der Befragung ist, dass es in drei Viertel der befragten Personalabteilungen keine Absichtserklärung zur Förderung von Vielfalt bei der Besetzung offener Stellen gibt. Mit steigender Zahl an Mitarbeitenden ist jedoch auch eine Diversity-Strategie häufiger vorhanden. Für die Unternehmen, die eine explizite Strategie verfolgen, sind Nationalität und Geschlecht die beiden am häufigsten genannten Kriterien, gefolgt von Alter und Inklusion.

Der Berichtsband mit weiteren Ergebnissen kann auf der Website von Randstad kostenfrei heruntergeladen werden.

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