Lügen geht gar nicht. Aber auch Unpünktlichkeit, klingelnde Handys und Unkenntnis über den eigenen Lebenslauf sind für viele Personalverantwortliche Faktoren, die Bewerbende schnell ins Abseits befördern. Es gibt aber auch weniger offensichtliche Fehler, die die Chancen auf einen neuen Job minimieren.

Das geht aus einer Umfrage der Beratung Robert Half unter Personalverantwortlichen hervor. Jeder fünfte von ihnen ordnete Lügen im Lebenslauf oder bei Vorstellungsgesprächen als schwerwiegendsten Fehler, den Kandidatinnen und Kandidaten machen können, ein. Sie stehen damit mit Abstand an der Spitze. Vorgegaukelte Fach- oder Sprachkenntnisse können Bewerberinnen und Bewerbern nicht nur bei der täglichen Arbeit auf die Füße fallen, sagt Managing Director Marlene Pöhlmann: „Selbst nach der Probezeit kann eine Kündigung drohen, sollten falsche Angaben im Bewerbungsprozess plötzlich ans Licht kommen.“

Elf Prozent der Befragten hielten Unpünktlichkeit für den größten Fehler im Bewerbungsprozess, fast ebenso viele nannten klingelnde Handys als Nervfaktor. Acht Prozent fanden es am schlimmsten, wenn die Bewerbenden den eigenen Lebenslauf nicht gut kannten.

Für sieben Prozent ist es ein Ausschlusskriterium, wenn keine Fragen gestellt werden oder der Bewerbende sich vorab nicht über das Unternehmen informiert hat. „Wenn gar keine Fragen gestellt werden, signalisiert das ein Desinteresse an der Firma und mangelnde Motivation“, so Pöhlmann. Es gehe schließlich auch für die Kandidatin oder den Kandidaten darum, herauszufinden, ob der Job und das Unternehmen wirklich passend sind.

Sechs Prozent der Personalverantwortlichen ist zu aggressives Nachfassen nach dem Vorstellungsgespräch ein Graus, während vier Prozent sich am meisten über unpassende Kleidung ärgern. Immerhin drei Prozent hielten es für einen großen Fehler, schon im ersten Vorstellungsgespräch nach Benefits zu fragen.

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