Totgesagte leben länger: Der offene Stellenmarkt ist Erfolg versprechender als oftmals behauptet. Das zumindest berichtet von Rundstedt und will damit nach eigenen Angaben den „Mythos“ des verdeckten Stellenmarktes entzaubern.

Angeblich würden bis zu 70 Prozent der freien Stellen über den verdeckten Stellenmarkt, also etwa über Direktansprachen von Personalberatern, besetzt. Die Statistik bei der Beratung von Rundstedt spreche eine andere Sprache: 63 Prozent der Klienten in der beruflichen Neuorientierung fänden über Vakanzen im offenen Stellenmarkt – also über öffentliche Ausschreibungen wie beispielsweise Stellenanzeigen – eine neue Position. Weitere 25 Prozent seien über ihre persönlichen Netzwerkaktivitäten erfolgreich. 10 Prozent habe die Zusammenarbeit mit Personalberatern zum neuen Job geführt, während ein Prozent durch eine Initiativbewerbung überzeugte.

Es komme für Jobsuchende also vor allem darauf an, alle Wege in den Arbeitsmarkt zu nutzen. Zu den Erfolgskriterien zählten eine individuelle Arbeitsmarktstrategie, die auf die eigenen Kompetenzen und Stärken sowie den beruflichen Zielen basiere. Zudem sei es wichtig, die passenden Vakanzen, Personalberater und Zielfirmen zu adressieren. Optionen dazu böten vor allem Suchagenten in Metajobmaschinen, die zur individuellen Zielsetzung passen, kombiniert mit intensiver Netzwerkarbeit.

Das persönliche Engagement sei entscheidend für den Erfolg bei der Jobsuche, sagt Andrea Jochum von der Beratung: „Berufliche Neuorientierung ist mindestens ein Teilzeitjob, kann mitunter auch ein Vollzeitjob sein.“ Insbesondere Netzwerkarbeit sei zwar aufwendig, zahle sich jedoch aus. Die Erfahrung zeige auch, dass beispielsweise ehemalige Vorgesetzte oder Kollegen Jobsuchende aufgrund ihrer persönlichen Beziehung und gemeinsamen Geschichte sehr engagiert empfehlen. Sie würden zudem als vertrauenswürdig empfunden.

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