Netzwerken nutzt: Einer repräsentativen Umfrage von Monster zufolge haben 39 Prozent der Deutschen schon einmal einen Job durch „Vitamin B“, also persönliche Beziehungen, bekommen. Die Quote liegt bei Jüngeren aufgrund ihrer starken Nutzung sozialer Medien besonders hoch.

Von den 25- bis 34-Jährigen gaben 48 Prozent an, schon einmal über ihr soziales Umfeld einen neuen Job ergattert zu haben, zeigt die Befragung von insgesamt 2.103 volljährigen Deutschen. In der Altersgruppe 55plus waren es dagegen nur 33 Prozent.

„Wir gehen davon aus, dass jüngeren Generationen die Wichtigkeit des Netzwerkens im Allgemeinen stärker bewusst ist“, sagt Maren Hallin von Monster. Die Nutzung von Social Media erleichtere es heutzutage enorm, Kontakte aufrechtzuerhalten und größere Netzwerke aufzubauen. Ein weiteres Befragungsergebnis stützt diese These: Der Anteil der Befragten, der noch nie einen Job mithilfe sozialer Kontakte bekommen hat, war mit 66 Prozent in der Gruppe am höchsten, die in keinem sozialen Netzwerk angemeldet ist.

In puncto Geschlecht gab es zunächst wenig Unterschiede: 41 Prozent der Männer, aber auch 37 Prozent der Frauen haben ihr soziales Umfeld schon einmal erfolgreich für die Jobsuche genutzt. Anders war das bei der Frage, zu wem der Kontakt über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten wird. Frauen hielten mit 51 Prozent öfter Kontakt zu alten Schulfreundinnen und -freunden als Männer (42 Prozent). Diese wiederum blieben mit 21 Prozent gegenüber 13 Prozent eher mit Studienkolleginnen und -kollegen verbunden. Zu ehemaligen Vorgesetzten sowie Lehrern und Dozenten hielten indes insgesamt wenige dauerhaft Kontakt.

Die Umfrage zeigt, dass freundschaftliche Kontakte offenbar eine größere Rolle beim beruflichen Netzwerken spielen als rein professionelle Kontakte, fasst Hallin zusammen. Persönliche Verbundenheit lohne sich also nicht nur privat, sondern auch, um beruflich den nächsten Schritt zu gehen.

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