Ist das eine Folge des Arbeitnehmermarktes? Sind Bewerbende gar „zu faul“, wie Jobware mutmaßt? In einer Auswertung kommt die Jobbörse jedenfalls zu dem Ergebnis, dass in jedem dritten Lebenslauf Stationen zeitlich nicht korrekt aufgeführt werden.

Insgesamt hat die Jobbörse das Bewerbungsverhalten von rund 250.000 Nutzerinnen und Nutzern ihrer Plattform bewerbung2go untersucht und professionelle Lebenslaufchecks durchgeführt. Danach seien 33 Prozent an der zeitlich korrekten Darstellung der beruflichen und/oder der bildungsbezogenen Stationen im Lebenslauf gescheitert. Viele Bewerbende würden Start- und Enddatum einzelner Abschnitte ungenau angeben – etwa, indem sie nur Jahreszahlen und keine Monate nennen. Etliche Personaler würden das als „flapsige Vorbereitung“ interpretieren.

Warum? „Tabellarisch gegliederte Lebensläufe unterstützen Recruiter dabei, relevante Stationen von nebensächlichen zu trennen“, erklärt Jobware. Zeitangaben im Datumsformat MM/JJJJ ermöglichten präzise Aussagen über die Dauer einzelner Tätigkeiten. Würde darauf verzichtet, liege für Personalerinnen und Personaler die Vermutung nahe, dass damit größere Lücken versteckt werden sollen.

Ebenfalls „peinlich“ sei es, wenn Stationen im Lebenslauf unpassend arrangiert werden. Die Auswertung ergab, dass rund sechs Prozent der Bewerbenden ihren tabellarischen Lebenslauf falsch sortieren. Sie gliederten ihn beispielsweise chronologisch und begannen mit der Grundschule oder gar dem Kindergarten. Stattdessen sollten die aktuellsten Stationen ganz oben stehen, weil sie die höchste Relevanz haben – eine solche antichronologische Sortierung des Lebensweges sei immer zu bevorzugen. Auch Angaben zu einem voraussichtlichen Abschluss seien hilfreich.

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