Die beliebteste Rekrutierungsmethode ist nach wie vor die externe Stellenausschreibung, zeigt eine aktuelle Personalleiter-Umfrage. Als Aushängeschild für die Unternehmenskultur sollte sie konkret und individuell gestaltet sein.

An der Befragung des Personaldienstleisters Randstad nehmen quartalsweise bis zu 1.000 Personalverantwortliche teil. 79 Prozent von ihnen setzen auf externe Stellenausschreibungen. Diese erreichen die Zielgruppe aber nicht immer. So erhalten die befragten Unternehmen aktuell 28 Prozent weniger Bewerbungen auf eine ausgeschriebene Stelle. Das liegt nicht nur an der Corona-Krise, glaubt Brigitte Heßler von Randstad: Kandidatinnen und Kandidaten erwarteten genauso viel Individualität in der Präsentation von Unternehmen und deren Jobangeboten, wie auch von ihnen in ihrer eigenen Bewerbung erwartet werde.

Mit der Darstellung von Benefits des angebotenen Jobs und einem persönlichen Ansprechpartner im Recruiting sammelten Arbeitgeber Pluspunkte, erklärt sie. Mindestens ebenso wichtig sei eine präzise und prägnante Job-Beschreibung: „Gute Stellenanzeigen beschreiben möglichst aussagekräftig, was die Firma macht und auszeichnet, welchen Job sie anbietet und welche Fähigkeiten Bewerber für die ausgeschriebene Stelle mitbringen sollten.“

Potenzielle Bewerberinnen und Bewerber interessierten sich zudem für Hintergrundinformationen wie die Zugehörigkeit zu einem Konzern oder zu relevanten Märkten. Auch der Grund der Ausschreibung spielt für sie eine Rolle: Hängt die Ausschreibung beispielsweise mit einer Expansion zusammen, verrät das viel über den Status des Unternehmens und Karrieremöglichkeiten.

Es gibt zwar keine festen Regeln, wie eine Stellenanzeige auszusehen hat, so Heßler weiter. Ratsam sei jedoch, die Angaben zur Stelle in fünf Kategorien einzuteilen: Unternehmen, Grundlegendes zur Stelle, Anforderungen an Bewerber, Leistungen des Unternehmens und Bewerbungsvorgang.

Viele der Tipps gelten im Übrigen auch für intern ausgeschriebene Stellen – eine Möglichkeit, die 46 Prozent der befragten Unternehmen nutzen. 41 Prozent der Unternehmen vertrauen zudem auf Empfehlungen. 24 Prozent arbeiten des Weiteren mit professionellen Recruitern zusammen, um Top-Kandidatinnen und -kandidaten zu erreichen.

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