Man sieht sich immer zweimal im Leben, das gilt auch in der Arbeitswelt. Die erneute Einstellung ehemaliger Mitarbeitender ist jedoch nicht ohne, schließlich gab es seinerzeit Gründe für die Kündigung.

Die Jobbörse Careerbuilder hat daher einige Best Practises für diese Situation zusammengestellt. Es gelte zunächst einmal, ein Verständnis dafür zu entwickeln, warum sich die Wege einst trennten. Hatte der Mitarbeiter gekündigt, sollte ergründet werden, was dafür ausschlaggebend war – und ob die Kritikpunkte gegebenenfalls nach wie vor Bestand haben.

Darüber hinaus sollten Unternehmen nicht der Versuchung erliegen, die Einstellungsprozesse für ehemalige Kolleginnen und Kollegen zu verkürzen beziehungsweise zu beschleunigen. Es sei wichtig, auch sie detailliert zu interviewen und sie so zu behandeln, als würden sie zum ersten Mal mit Ihrem Unternehmen in Kontakt treten. „Wählen Sie im Einstellungsprozess gründlich aus – und stellen Sie sicher, dass die Wiederaufnahme eines ehemaligen Mitarbeiters in Ihr Unternehmen eigentlich nur die beste Entscheidung sein kann“, zitiert die Jobbörse Michael Lan von Resume Writer Direct.

Bei der Wiedereinstellung von Ex-Mitarbeitenden ist des Weiteren ein besonderes Augenmerk auf die restliche Belegschaft zu legen. Gab es beispielsweise in früheren Zeiten Differenzen, könnte die Rückkehr Einfluss auf die Moral und Motivation der anderen haben. Ihnen sollte daher die Möglichkeit gegeben werden, Chancen und Bedenken zu äußern. Gleichzeitig sollten ihnen gegenüber auch die Gründe für den Wiedereinstieg dargelegt werden.

In der schnelllebigen Arbeitswelt von heute ist Careerbuilder zufolge auch ein erneutes Onboarding erforderlich. Sowohl die Prozesse innerhalb des Unternehmens als auch der Mitarbeitende können sich zwischenzeitlich geändert haben. „Die Performance der Vergangenheit zeigt nicht immer zwingend, wie gut der Mitarbeiter zukünftig arbeiten wird“, so Tom Gimbel vom Recruiting-Unternehmen LaSalle Network.

Last but not least sollte der Fortschritt der erneuten Zusammenarbeit aufmerksam verfolgt werden. Zwar ist es gut möglich, dass sich die Rückkehrenden schneller in das Unternehmen einfinden als andere. Sie könnten aber auch davor zurückschrecken, zu viele Fragen zu stellen, die sie sonst als Neulinge stellen würden.

Aktuelle Beiträge