Der Arbeitsmarkt ist in Bewegung: Jeder zweite Angestellte informiert sich regelmäßig über neue Stellen. 26 Prozent sind sogar latent suchend und offen dafür, bei einem guten Angebot den Job zu wechseln. Eine Mehrheit würde für einen Jobwechsel auch eine Vermittlung in Anspruch nehmen.

Das sind Ergebnisse einer Studie des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), für die er 1.000 Kandidaten beziehungsweise Arbeitnehmer, rund 500 Unternehmen sowie 300 Personalvermittler befragen ließ. Für letztere ergeben sich daraus gleich mehrere Handlungsempfehlungen: Sie sollten neben dem Veröffentlichen von Stellenanzeigen verstärkt auf Active-Sourcing-Maßnahmen setzen, um qualifizierte Fachkräfte zu erreichen und zu rekrutieren. Gleichzeitig sollten sie ihr Empfehlungsmarketing intensivieren: Bei der Frage, wie Kandidaten einen Personalvermittler auswählen würden, gaben über 50 Prozent an, sich auf Empfehlungen zu verlassen.

Wichtigster Auswahlfaktor für einen neuen Job ist der Befragung zufolge das Gehalt. Ebenfalls ausschlaggebend sind attraktive Aufgaben, ein flexibles Arbeitszeitmodell, ein gut gelegener Standort sowie eine unbefristete Anstellung. Das generelle Image des Unternehmens und zusätzliche Benefits wie ein Firmenwagen spielen dagegen eine eher untergeordnete Rolle.

Große Einigkeit bestand unter den Kandidaten und Personalvermittlern darin, dass Online-Bewerbungsgespräche künftig ein fester Bestandteil im Recruiting-Prozess sein werden. „Unternehmen stimmten dieser Aussage überraschenderweise weniger zu“, heißt es in der Studie weiter. Es lohne sich, die teilweise noch zurückhaltende Einstellung gegenüber Online-Gesprächen zu überdenken und sich – auch im Sinne der Kandidaten – dem neuen Trend zu öffnen, sagt Heinz Ostermann vom BAP.

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