Ein Dankschreiben nach einem Vorstellungsgespräch bietet Bewerbenden die Möglichkeit, sich bei den Personalern noch einmal positiv ins Gedächtnis zu rufen. Wichtig ist dabei aber, Maß und Mitte zu halten.

Sich nach dem Bewerbungsgespräch zu bedanken, biete gleich mehrere Vorteile, berichtet die Bewertungsplattform Glassdoor. Es zeige zum einen Interesse und Engagement. Zum anderen biete es eine Möglichkeit, sich von Mitbewerbenden abzuheben. Darüber hinaus kann das Schreiben dazu genutzt werden, wichtige Aspekte nachzutragen, die im Gespräch eventuell vergessen wurden.

Schon beim Zeitpunkt ist allerdings ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt. Wer die E-Mail direkt nach dem Gespräch verschickt, kann leicht aufdringlich wirken. Besser ist es, damit einen oder zwei Tage zu warten. Apropos E-Mail – formelle Vorgaben gibt es nicht. Auch ein Brief ist möglich, insbesondere wenn der bisherige Kontakt mit dem Unternehmen auch postalisch gehalten wurde. Adressiert werden sollte das Schreiben an die Person, die das Vorstellungsgespräch geführt hat. Waren das mehrere, richtet man es am besten an den Hauptansprechpartner.

Das Schreiben sollte kurz und knapp, in angemessenem Ton und individuell formuliert werden, heißt es bei Glassdoor weiter. Es sollte nicht länger als eine halbe Seite sein und klar auf das Gespräch Bezug nehmen. Falls die Kontaktadresse des Gegenübers nicht vorliegt, kann gegebenenfalls die Personalabteilung um Auskunft gebeten werden.

Die Crux ist, dass unprofessionelle Dankschreiben schnell nach hinten losgehen können. Fehler im Text oder gar im Namen der Ansprechpartner sollten ebenso wie im Anschreiben unbedingt vermieden werden. Auch häufig verwendete Vorlagen fallen Profis, die schon viele Bewerbungen auf dem Tisch liegen hatten, schnell auf. Ein No-Go ist zudem, auf eine Entscheidung zu drängen oder gar eine Deadline zu setzen.

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