Die Altersversorgung in ihrer jetzigen Form geht vor allem zulasten der Jüngeren. Damit der Generationenkonflikt nicht eskaliert, sollten Arbeitgeber bei der betrieblichen Altersversorgung (bAV) gegensteuern.

Das geht aus einer Studie der Beratung Aon hervor, für die rund 1.000 Arbeitnehmende sowie 119 Arbeitgeber-Vertreter aus großen Unternehmen befragt wurden. Danach sind 72 Prozent der Beschäftigten zwischen 18 und 29 Jahren der Ansicht, dass Veränderungen an den betrieblichen Versorgungswerken vor allem zu Lasten der jungen Generation gehen. Selbst bei den 60- bis 65-Jährigen ist die Quote mit knapp 70 Prozent ähnlich hoch.

Der Eindruck kommt nicht von ungefähr: 62 Prozent der Arbeitgeber bestätigten, dass sie entsprechende Änderungen vor allem bei jüngeren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vornehmen. Dadurch wollen sie vorhandene Hürden – meist rechtlicher Natur – im System umgehen. Nicht alle Unternehmen haben bereits ein Problembewusstsein für das Thema entwickelt: 39 Prozent der Arbeitgeber gaben an, noch keinen Generationenkonflikt bei der bAV wahrgenommen zu haben, während es bei den Beschäftigten lediglich 19 Prozent waren.

Die Ergebnisse legen laut Aon-CEO Fred Marchlewski Führungskräften in Betrieben nahe, konkret und zeitnah gegen den Generationenkonflikt in der betrieblichen Altersversorgung anzugehen. Noch genieße diese bei Arbeitnehmenden großes Vertrauen: „Zudem bietet sie Arbeitgebern viel kreativen Spielraum, gerade auch für die jüngere Generation.“

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