Benefits gelten als attraktive und flexible Alternative zu Gehaltserhöhungen. Allerdings werden sie offenbar nicht ganz so flexibel gehandhabt: Einer Umfrage zufolge bemängelt ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer, dass ihre Benefits nicht der aktuellen Situation angepasst sind.

Insgesamt hat Benify, ein Anbieter von Benefits-Management-Software, rund 58.000 Menschen in mehreren europäischen Ländern befragt. Sie sollten unter anderem Auskunft darüber geben, ob ihr Benefits-Angebot die aktuelle Situation widerspiegelt. Konkret bewerteten 33 Prozent der deutschen Teilnehmer dies auf einer Skala von 1 bis 10 mit 3 oder schlechter. Lediglich 15 Prozent stimmten voll und ganz zu.

Im Vordergrund steht für viele der Wunsch nach einer Verbesserung der persönlichen Situation. So wünschten sich 49 Prozent der Deutschen für die Zukunft weiterhin die Möglichkeit, im Homeoffice arbeiten zu können. Folglich gehen 43 Prozent davon aus, dass Benefits, die speziell auf die Arbeit von zu Hause ausgelegt sind, in Zukunft am meisten benötigt werden. Darüber hinaus glauben 30 Prozent der befragten Deutschen, dass Benefits zur Förderung der mentalen Gesundheit an Bedeutung gewinnen werden.

Die Umfrageergebnisse seien ein Weckruf für die Arbeitgeber, findet Josefine Söderqvist von Benify: „Mitarbeiter-Benefits, die gestern noch funktioniert haben, müssen heute nicht mehr unbedingt funktionieren.“ Die Pandemie habe dazu geführt, dass sich einige Bedürfnisse verändert haben. Arbeitnehmer benötigten Unterstützung von ihren Arbeitgebern. Diese wiederum müssten sicherstellen, dass die Unterstützung, die sie ihren Mitarbeitern bieten, tatsächlich nützlich ist und der aktuellen Situation entspricht.

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