Die Gehälter der Beschäftigten werden 2023 vielerorts steigen. Personalleiter in Deutschland rechnen vor allem im Handel mit mehr Geld für Mitarbeitende.

Die Löhne in Deutschland werden 2023 steigen. Davon gehen die Personalleiterinnen und Personalleiter in der Bundesrepublik aus, die an der letzten Quartalsbefragung 2022 des Personaldienstleisters Randstad und des ifo (Institut für Wirtschaftsforschung) teilnahmen. Die Mehrheit der HR-Expertinnen und -Experten (81 Prozent der rund 1.000 Befragten) rechnen mit einem Lohnanstieg von durchschnittlich 5,5 Prozent.

Vor allem bei Beschäftigten im Handel werde sich das Gehalt erhöhen. Der Lohn in diesem Sektor könnte durchschnittlich um 5,9 Prozent steigen, sind die Personalleiterinnen und Personalleiter überzeugt. Eine etwas weniger starke Gehaltserhöhung werde es im Dienstleistungsbereich und in Industriebetrieben geben – durchschnittlich dürfte dort der Lohn um 5,6 und 5 Prozent steigen. Dass große Unternehmen das Gehalt ihrer Mitarbeitenden erhöhen, sehen die HR-Expertinnen und -Experten als wahrscheinlicher an als einen Gehaltsanstieg in kleinen Betrieben. Dennoch gelte: Wenn es eine Lohnerhöhung in kleinen Unternehmen gibt, fällt diese größer aus als in großen Organisationen (6,3 Prozent Gehaltsanstieg gegenüber 4,8 Prozent).

Weniger als jeder zweite Arbeitgeber zahlt Inflationsausgleichsprämie

Neben einer Lohnerhöhung haben und werden sich zahlreiche Unternehmen dazu entscheiden, ihren Beschäftigten eine steuerfreie Inflationsausgleichsprämie zu zahlen. Laut der Randstad-ifo-Umfrage planen 42 Prozent der Arbeitgeber, ihren Mitarbeitenden eine solche zu überweisen. Ihnen gegenüber stehen 44 Prozent an Unternehmen, die noch unentschlossen sind und 14 Prozent, in denen es keine Sonderzahlung für die Mitarbeitenden geben wird.

Wie auch beim Gehaltsanstieg ist die Höhe der Sonderzahlung teilweise branchenabhängig. Im Industriebereich wird die Prämie von bis zu 3.000 Euro durchschnittlich zu rund 79 Prozent ausgeschöpft, womit Beschäftigten rund 2.370 Euro als Sonderzahlung gewährt werden. Im Dienstleistungsbereich zahlen Arbeitgeber ihren Beschäftigten hingegen nur etwa 70 Prozent der 3.000 Euro – Mitarbeitende erhalten dort folglich eine rund 2.100 Euro hohe Inflationsausgleichsprämie. Am niedrigsten fällt die Sonderzahlung im Handel aus. Dort wird sie von den Arbeitgebern zu 55 Prozent ausgeschöpft (1.650 Euro). Generell gilt: Je größer das Unternehmen ist, desto höher dürfte die Inflationsausgleichsprämie für die Mitarbeitenden ausfallen.

Quelle: Personalwirtschaft.de

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