Der zweite Lockdown spiegelt sich auch in den Statistiken zur Kurzarbeit wider. Nach Schätzungen des ifo-Instituts waren im Januar rund 2,6 Millionen Menschen betroffen – ein Anstieg um knapp 20 Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Insgesamt waren damit im Januar 7,8 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit. Kaum verwunderlich ist, dass Hotels und Gaststätten mit 55,9 Prozent ihrer Mitarbeiter besonders unter dem Lockdown leiden. Während das Niveau hier schon vorher sehr hoch lag, stieg die Zahl der Kurzarbeiter im Handel im Januar um mehr als das Doppelte von 260.000 auf 556.000 Menschen.

Eine positivere Entwicklung ist aus der Industrie zu vermelden. Hier ging die Kurzarbeit nach Angaben der Wissenschaftler von 611.000 auf 598.000 zurück. Ein genauerer Blick auf die Daten offenbart jedoch, dass sich die einzelnen Industriebranchen sehr unterschiedlich entwickelten. Im Maschinenbau und bei den Metallerzeugern ging sie beispielsweise zurück, bei den Autobauern stieg sie.

Insgesamt zeigte sich der Arbeitsmarkt im Januar in einer robusten Verfassung, meldet die Bundesagentur für Arbeit. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hinterließen aber Spuren“, sagte ihr Vorstandsvorsitzender Detlef Scheele. So stieg die Arbeitslosenzahl um 193.000 auf rund 2,9 Millionen.

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