Geld allein ist nicht alles – aber das Vergütungspaket steht in puncto Mitarbeitererfahrung bei europäischen Arbeitnehmern doch an erster Stelle. Arbeitsinhalt und Anerkennung folgen auf den Plätzen zwei und drei, wie eine Befragung von SD Worx zeigt. Die persönliche Weiterentwicklung sowie die Unternehmenskultur und -strategie rangieren überraschenderweise unter ferner liefen.

Der HR-Dienstleister hat mehr als 5.500 Personen aus Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Großbritannien zu ihren Prioritäten am Arbeitsplatz befragt. Diese sollten zwölf vorgegebene Themen nach ihrer persönlichen Relevanz ordnen. Beim Spitzenreiter, der Vergütung, komme es nicht nur auf die Höhe des Salärs an, sagt Cathy Geerts von SD Worx. Ein bedeutender zusätzlicher Anreiz sei, wenn Mitarbeiter ihr Gehaltspaket teilweise selbst bestimmen können.

Das ist leichter gesagt als getan, denn 43 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, sich unwohl zu fühlen, wenn es um Gehaltsverhandlungen geht. Gegensteuern können Arbeitgeber mit einer transparenten Gehaltspolitik, so Geerts: „Durch sie sind Gespräche über die Entlohnung viel einfacher.“ Fühle sich die Gehaltspolitik fair und gerecht an, verschiebe sich der Fokus der Mitarbeiter automatisch auf ihre weitere Entwicklung im Unternehmen und auf den Beitrag, den sie in ihm leisten.

Bei der Befragung zeigten sich teilweise deutliche Unterschiede im internationalen Vergleich. So reden in Frankreich 50 Prozent ungern über das Gehalt, während nur einer von drei Niederländern Probleme damit hat. Für Belgier wiederum ist das Aufgabenprofil wichtiger als Gehalt und Zusatzleistungen. In Deutschland steht das Vergütungspaket am höchsten im Kurs. Die Arbeitsplatzsicherheit folgt auf dem zweiten Platz, die insgesamt nur auf dem vierten Rang landet.

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