Für manche Zeitarbeitnehmer sind die sogenannten stillen Tage gar nicht so still: Sie müssen auch an den Feiertagen arbeiten – etwa im Logistik- oder Gesundheitsbereich. In Bezug auf ihre Feiertagszuschläge stellen sich einige rechtliche Fragen, berichtet der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) – der die Antworten gleich mitliefert.

Für manche Zeitarbeitnehmer sind die sogenannten stillen Tage gar nicht so still: Sie müssen auch an den Feiertagen arbeiten – etwa im Logistik- oder Gesundheitsbereich. In Bezug auf ihre Feiertagszuschläge stellen sich einige rechtliche Fragen, berichtet der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) – der die Antworten gleich mitliefert.

„Das iGZ-DGB-Tarifwerk honoriert Nacht-, Sonntags-, Feiertags- und Mehrarbeit mit Zuschlägen“, berichtet Rechtsexperte Marcel René Konjer. So ist an Heiligabend und Silvester für Arbeiten ab 14 Uhr sowie an den Weihnachtsfeiertagen ein Feiertagszuschlag zu zahlen. Darüber hinaus sieht der Manteltarifvertrag iGZ für Einsätze im medizinisch-ärztlichen Bereich weitere Zuschläge vor.

Grundsätzlich gelte bei mehreren Zuschlägen für die gleiche Arbeitszeit, dass der höchste auszuzahlen ist. Mitunter sei jedoch nicht leicht herauszufinden, welcher das ist, wie Konjer am Beispiel einer tarifvertraglichen Vollzeitkraft erklärt. Angenommen, sie muss an Heiligabend, dem ersten Weihnachtsfeiertag und an Silvester arbeiten. Insgesamt ist sie im Dezember 200 Stunden tätig. Da der Dezember 23 Arbeitstage hat, liegt die Mehrarbeitszuschlagsgrenze bei 184 geleisteten Stunden. Diese wird am 30. Dezember überschritten.

Hier müsse festgestellt werden, wann genau die einzelnen Zuschläge erworben wurden und wann die Zeitarbeitskraft den mehrarbeitszuschlagspflichtigen Bereich erreicht hat. Dafür eigne sich die Erfassung der Stunden auf einem Zeitstrahl. Sind die Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit erworben worden, als sich der Arbeitnehmer bereits im mehrarbeitszuschlagspflichtigen Bereich befand, treffen mehrere Zuschläge zusammen.

Im Beispiel würde das bedeuten, dass er Feiertagszuschlag für die Arbeit an Heiligabend ab 14 Uhr und am ersten Weihnachtsfeiertag erhält. Silvester hatte er die Grenze zur zuschlagspflichtigen Mehrarbeit überschritten. Hier dürfe ab 14 Uhr nur der höhere Zuschlag gezahlt werden. Konjer weist jedoch darauf hin, dass Arbeitgeber für ihre Zeitarbeitskräfte auch den Mehrarbeitszuschlag von der Verrechnung mit Zuschlägen für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit ausnehmen können.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.

Aktuelle Beiträge